HINTERGRUND

Mit spektroskopischen Verfahren wie der Raman-Spektroskopie können Stoffgemische exakt analysiert und verschiedenste Substanzen nachgewiesen werden – dank einer Signatur, die so typisch ist wie ein Fingerabdruck. Allerdings sind diese Raman-Signale relativ schwach. 

Mit der Shifted Excitation Raman Difference Spectroscopy (SERDS) lassen sich jedoch Störeinflüsse durch Hintergrundlicht oder Fluoreszenz der untersuchten Probe von den Raman-Signaturen trennen.

TECHNOLOGIE

Für SERDS geeignete Laserlichtquellen liefern zwei geringfügig spektral verschobene Anregungs­wellenlängen. Sie nutzen dazu beispielsweise GaN-basierte Diodenlaser in externen Resonatoren oder die Frequenz­verdopplung einer GaAs-basierten Zweiwellenlängen-Laserdiode. Wenn sich die Anregungswellenlänge des Lasers zudem in der spektralen Nähe einer  Absorption befindet, lässt sich das Raman-Signal verstärken. Dadurch kann es für die sogenannte Resonanz-Raman-Spektroskopie genutzt werden.

SERDS wird vielfältig eingesetzt, unter anderem um ausgewählte Target-Substanzen auf der menschlichen Haut, in Äpfeln oder an Bodenproben zu messen.

Mehr Informationen auf der Seite des FBH.

VORTEILE

Aufnahme schwacher Raman-Signale

Messungen unter Realbedingungen

Spektrometerlose Messungen möglich

Messungen in Flüssigkeit, an der Haut und an Bodenproben möglich

ANWENDUNG

Medizinische Diagnostik / Life-Science

STATUS

Erste Anwendungen unter Realbedingungen;
Weiterentwicklung zu einem spektrometerlosen Raman-Messsystem

FACHKONTAKT

PD Dr. Bernd Sumpf

Ferdinand-Braun-Institut
Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik

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